Veränderung auf der Identitätsebene

Wer bin ich?

Wenn wir in uns selbst ruhen, leben wir in tiefer Verbindung mit uns selbst und anderen. Diese Verbundenheit wiederzufinden und zu unterstützen, ist das wesentliche Element, unsere Welt zu verbessern.

 

Die wohl größte Herausforderung für Coach und Klienten ist die Veränderungsarbeit auf der Identitätsebene.

Die Menschen befinden sich in einer herausfordernden Zeit. Probleme wie Terrorismus und globale Erwärmung zeigen uns, dass wir uns mehr und mehr uns selbst, den anderen und der Welt um uns herum entfremden. Wir haben bereits einen derart kritischen Zustand kollektiver Entfremdung erreicht, der immer mehr Menschen aufrüttelt und an Umkehr und Wandel denken lässt. Immer mehr Menschen fragen sich, was wirklich im Leben zählt und bewerten ihre Lebensziele neu. Dieses Aufrütteln hat zu einem wachsenden Bedarf an Coaching auf der Identitätsebene geführt. Bei jedem Coachingprozess geht es darum, vom jetzigen Zustand in den gewünschten Zustand zu gelangen. Beim Coaching auf der Identitätsebene bedeutet der gewünschte Zustand, vollständig verbunden mit unserem Selbst und in uns zentriert zu sein und aus der Präsenz und Fülle des eigenen Selbst heraus zu leben. 

Jeder Mensch verwandelt seine Vitalität, Lebenskraft und Energie in Aktion und Wirkung und weil jeder Mensch einzigartig ist, ist eben diese Wirkung auf andere Menschen auch so einzigartig. Wenn wir blockieren, wird sie niemals existieren und damit verloren sein. Sie wird niemals in die Welt gelangen.

Auf der Identitätsebene ist unser wesentliches Ziel die beständige Frage: "Wer bin ich?" Wir beantworten die Frage damit, wie wir in jedem Augenblick auf das Leben reagieren. Wenn wir zentriert sind, präsent in unseren Körpern und mit uns selbst und der Welt um uns herum verbunden sind, kommen wir ganz natürlich in Kontakt mit unserem Lebensziel und dem Sinn unseres Lebens.

Paradox...

Wer bin ich jetzt?


Ein Paradoxon unseres Lebens, das unserer natürlichen Weiterentwicklung und Zufriedenheit entgegenwirkt ist, dass wir uns selbst entfremden, um uns zu schützen.


Das ist der Grund, warum wir den Kontakt verlieren zu unseren eigentlichen Bedürfnissen und Zuflucht suchen in Aktivitäten und Verhaltensweisen, die uns von unserem Selbst fernhalten. Wir werden reaktiv oder ziehen uns zurück und fangen an, unsere Sinneskanäle abzuschalten. Wir vermeiden, was uns Angst macht, statt uns dem zuzuwenden, was wir in unserem Leben tun und sein wollen. Damit entwickeln wir eine Dynamik, die uns weit unter unserem Potential leben lässt. Diese oft unbewusste Dynamik umfasst:

  • Festhalten an einem Idealbild unseres Selbst, von dem wir meinen, wir müssten ihm entsprechen, um geliebt und anerkannt zu werden.
  • Identifikation mit Gedanken, Überzeugungen und Geschichten, die uns beschränken, unsere eigentliche Identität auszudrücken. 
  • Mangelndes Verständnis, wie wir mit unangenehmen Gefühlen umgehen sollen, die ganz natürlich zu unserem Leben gehören, wie Frustration, Wut, Trauer, Angst.

 

Plötzlich eintretende, unvorhergesehene Ereignisse, aber auch die Umsetzung eigener Ziele führen oft zu gravierenden Veränderungen oder sogar zu Umbrüchen in unserem Leben, die sich auf die gesamte Persönlichkeit auswirken. Wie sollen wir sie bewältigen? Oft wissen wir nicht, wie wir alleine damit umgehen sollen. Die Unterstützung von Menschen in entscheidenden Lebensübergängen erfordert Coaching auf der Ebene der Identität. Ein solcher Übergang geht weit über den Wandel von Verhalten, Fähigkeiten und Glaubenssätzen (Überzeugungen) hinaus. Vielleicht ist dies die tiefste Struktur, die wir durch die Kommunikationspsychologie des NLP beeinflussen können. Die Identität eines Menschen ist das allen anderen Ebenen des Wandels zugrundliegende Fundament.

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